Der hybride Krieg

  • KT Guttenberg: Wir sind mitten im hybriden Krieg – aber wir können uns wehren

  • Jeff Koons: Warum der wohl teuerste Künstler der Welt die turbulente Zeit liebt, in der wir leben. Das Interview.

Meine Insights der Woche – 13. August 2026­


Guten Morgen {{ contact.FIRSTNAME }},

wir, die Redaktion des NEULAND Update, melden uns aus der Sommerpause zurück, erholt und gestärkt. Wir hoffen, Sie können Ihre Urlaubswochen ebenso genießen, wo auch immer Sie sind.


Von Sommerloch kann aktuell in den Nachrichten keine Rede sein, im Gegenteil. Der jüngste Zufallsfund einer Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig/Halle hat einmal mehr veranschaulicht: Wir leben in einem hybriden Krieg, der seit einiger Zeit intensiv gegen Deutschland geführt wird – und wir sind dafür bisher nicht wirklich gewappnet.

Es ist ein brisantes Thema, bei dem die Politik bislang oft klare Botschaften vermeidet. Dabei können wir als Gesellschaft nur erwachsen reagieren, wenn wir uns den Gefahren nüchtern stellen. Wir wünschen Ihnen eine erhellende Lektüre unserer Analyse.


I N S I G H T S

Krieg ohne Absender 

Die Drohne von Leipzig, die hybride Bedrohung als Dauerlage – 
was ist politisch jetzt geboten? Und gibt es tatsächlich Entwicklungen, die zuversichtlich stimmen?

Im Visier der Leipziger Drohnen-Attentäter: zwei Antonow AN124-Frachtmaschinen dieses Typs.

Bild: Wikimedia Commons

I. Schkeuditz, kurz vor Mitternacht

Die wirksamste Sensorik der deutschen Drohnenabwehr war in der Nacht zum 5. August ein Busfahrer. Er sah auf dem Vorfeld des Flughafens Leipzig/Halle ein Gerät liegen, das dort nicht hinzugehören schien, und tat das einzig Richtige: Er meldete es. Was Spezialisten der Bundespolizei dann entschärften, war eine militärisch anmutende Drohne mit Sprengladung und Zünder, abgestellt in unmittelbarer Nähe zweier ukrainischer Antonow-Frachtmaschinen.

Die Bundesanwaltschaft hat das Verfahren am 6. August wegen besonderer Bedeutung an sich gezogen. In ihrer Mitteilung steht der Verdacht des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr; eine Frachtmaschine habe durchstarten müssen und sei im erweiterten Flughafenbereich mit einem Gegenstand kollidiert, mutmaßlich einer weiteren Drohne. Karlsruhe nennt das einen „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“. Der Bundesinnenminister sprach von einem „hybriden Anschlagsszenario“ und von hochprofessionellen Tätern.

Bemerkenswert ist an alldem weniger die Technik als die Grammatik. Ein Staat, der weiß, was geschehen ist, sagt nicht, wer es getan hat. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt, was zugleich juristisch korrekt und politisch unbefriedigend ist. Nach Presseberichten haben die Ermittler eine DNA-Spur gesichert, die mit jener vom Brandsatz übereinstimmen soll, der im Juli 2024 in einem Leipziger DHL-Frachtcontainer in Brand geriet; dieselbe Spur sei zuvor in Litauen registriert worden. Einer Person zugeordnet ist sie bislang nicht. Genau das ist die Signatur dieser Konfliktform: Sie liefert Spuren, aber keine Absender.

Hybride Kriegführung ist keine Waffengattung. Vielmehr ist sie eine Form der Attacke: Man erschwert dem Gegner die Antwort, indem man ihm die Zurechnung nimmt. Leipzig/Halle ist dafür ein präzise gewählter Ort. Rund 1,4 Millionen Tonnen Luftfracht im Jahr, ein europäisches Drehkreuz und zugleich die deutsche Operationsbasis für den strategischen Lufttransport des NATO-Bündnisses. Ein ziviler Knoten mit militärischer Schlüsselfunktion. Wer ihn trifft, muss keinen Krieg erklären. Er muss nur eine Lieferkette verzögern, um den politischen Preis der Ukraine-Unterstützung deutlich zu erhöhen.

II. Eine sehr alte „Kunst“

Man sollte dem Begriff „hybrid“ die Aura des Neuen nehmen. In der Nacht zum 30. Juli 1916 flog auf Black Tom Island im Hafen von New York ein Munitionsdepot in die Luft: rund zwei Millionen Pfund Kriegsmaterial, bestimmt für die Entente. Die Detonation wurde noch in Philadelphia registriert, sie beschädigte die Freiheitsstatue, deren Fackel seither für Besucher geschlossen ist. Verantwortlich war ein Sabotagenetz, das aus der deutschen Botschaft in Washington heraus aufgebaut worden war. Unter Beteiligung des Militärattachés Franz von Papen, der siebzehn Jahre später einem österreichischen Gefreiten die Reichskanzlerschaft „zuschanzen“ sollte (faktisch war es Hindenburg).

Zwischen 1914 und 1918 zählte man über fünfzig Sabotageakte auf amerikanischem Boden, fast dreißig davon im Raum New York. Die USA waren neutral. Sie standen nur für das Arsenal der anderen Seite.

Die Parallele ist unangenehm ähnlich, und sie ist heute für uns spiegelverkehrt. Deutschland kommt 2026 dem nahe, was Amerika 1916 war: nicht Kriegspartei, aber logistische Voraussetzung. Wer heute angreift, ohne anzugreifen, folgt einem Muster, das deutsche Diplomaten und Offiziere einst selbst perfektioniert haben. Ein Jahr nach Black Tom, im April 1917, schickte das Kaiserreich einen Emigranten im plombierten Waggon durch halb Europa nach Petrograd – die vielleicht wirkungsvollste Einflussoperation der Moderne, und ein Lehrstück darüber, dass solche Operationen die Neigung haben, ihre Auftraggeber zu überleben. Der Name des Emigranten war Wladimir Iljitsch Lenin.

Die sowjetische Schule nannte es zu ihrer Zeit „aktive Maßnahmen“: Desinformation, Legendenbildung, Zersetzung. Eine solche Kampagne, etwa die Behauptung, das HI-Virus stamme aus einem amerikanischen Labor, brauchte früher indes oftmals Jahre, Fälschungen und geduldig gestreute Zeitungsartikel. Heute leistet ein Bot-Netz dieselbe Arbeit vor dem Frühstück.

Hybrider Krieg durch Deutsche im Ersten Weltkrieg: Black Tom-Anschlag in New York, 1916...

Bild: WikiMedia Commons

.. und der Revolutionär Lenin (hier ein Foto von 1920), den man im April 1917 nach Russland brachte.

Bild: WikiMedia Commons

Erstmals breitere Resonanz fand der Begriff „hybride Kriegführung“ 2007 beim amerikanischen Militärtheoretiker Frank G. Hoffman, der nach dem Libanonkrieg beschrieb, wie ein Akteur reguläre, irreguläre und terroristische Mittel im selben Raum verschränkt. 

Was den Westen nach der Annexion der Krim 2014 umtrieb, war eine andere Frage: Wie kann man einem anderen Staat ein Territorium nehmen, ohne selbst Krieg zu führen? Die Antwort schien in einem Aufsatz zu liegen, den der russische Generalstabschef Waleri Gerassimov ein Jahr zuvor in einer Fachzeitung veröffentlicht hatte. Mark Galeotti, ein britischer Historiker und Experte für russische Sicherheitspolitik, nannte das die „Gerassimov-Doktrin“. Der Begriff bezeichnet ein westliches Konzept hybrider Kriegführung, das militärische mit nichtmilitärischen Mitteln – etwa Desinformation, Cyberangriffen, Wirtschaftsdruck und verdeckten Operationen – kombiniert, um politische Ziele zu erreichen, ohne dass ein offener, konventioneller Krieg erklärt wird. Galeotti widerrief allerdings 2018 in Foreign Policy: Diese Doktrin existiere gar nicht, und je länger man an ihr festhalte, desto gründlicher verkenne man die tatsächliche Herausforderung.

Aus einer vermeintlichen Doktrin jedenfalls ist eine global genutzte Gebrauchsanleitung für moderne Kriegführung geworden. Der Punkt ist nicht allein philologisch. Wir haben jahrelang einen Text interpretiert statt eine Praxis zu studieren, die längst vorlag: Estland 2007, Georgien 2008, die grünen Männchen der Krim.

III. Der Verteidigungsbegriff verändert sich

Die Zahlenlage ist eindeutig. Der US-Think-Tank CSIS hat für seine Datenbank russischer Aktivitäten in Europa eine Vervierfachung der Angriffe zwischen 2022 und 2023 und beinahe eine Verdreifachung zwischen 2023 und 2024 erhoben; etwa 28 Prozent der Attacken richteten sich gegen Verkehrsziele, weitere 28 Prozent gegen staatliche, rund 20 Prozent gegen kritische Infrastruktur. Verantwortlich war nach Einschätzung der Autoren in vielen Fällen der Militärnachrichtendienst GRU – teils durch eigene Offiziere, teils indirekt über angeworbene Mittelsmänner. 

Der britische Think-Tank IISS hat den Anstieg der Angriffe auf europäische kritische Infrastruktur zwischen 2023 und 2024 auf 246 Prozent beziffert und in einer Untersuchung vom Sommer 2026 rund 144 verdächtige Drohnensichtungen in Europa zwischen 2024 und 2026 kartiert, mit einem Höhepunkt Ende 2025 – alles Vorfälle bewusst und präzise unterhalb jener Schwelle, die eine kollektive Reaktion der NATO auslösen würde. Das Urteil der Londoner Institution über die europäische Antwort fiel vernichtend aus: ein strategisches Versagen.

Eine Beobachtung aus derselben Untersuchung verdient besondere Aufmerksamkeit, weil sie zwei Dossiers zusammenführt, deren Inhalte wir in der Öffentlichkeit bislang getrennt betrachtet haben. Das IISS hält es für wahrscheinlich, dass ein Teil der Drohnen von Schiffen der russischen Schattenflotte aus gestartet wurde; Schwedens Militärvertreter bei der NATO nannte das eine vernünftige Annahme und fügte, mit gebotener Vorsicht, hinzu, dass die Zurechnung im Einzelfall außerordentlich schwierig bleibe. Trifft es zu, dann ist ein Tanker mit undurchsichtigem Register, zweifelhafter Versicherung und abgeschaltetem Transponder nicht mehr nur ein Umgehungsvehikel für die Ölliefersanktionen, sondern eine mobile Startrampe in Reichweite nahezu jeder europäischen Küste – und ein Rechtsproblem obendrein, denn die Freiheit der Meere schützt auch den, der sie missbraucht.

Die „NS Champion“, laut US-Behörden ein Schiff der russischen Schattenflotte.

Bild: WikiMedia Commons

Der Verfassungsschutzbericht für 2025, vorgelegt Ende Juni 2026, formuliert es für unser Land unmissverständlich: Deutschland befinde sich täglich „im Zielkorridor hybrider Angriffe“; man werde praktisch permanent angegriffen. Russische Dienste setzten zunehmend sogenannte Wegwerfagenten ein – rekrutiert über Messengerdienste, bezahlt in Kryptowährung, oft ohne Kenntnis des Auftraggebers, mitunter minderjährig. Was das mit dem hiesigen Verständnis des Begriffs „Verteidigung“ macht, ist die eigentliche Zäsur. Fünf Verschiebungen sind erkennbar.

Erstens: Verteidigung beginnt nicht mehr an der Grenze. Sie beginnt am Umspannwerk, am Rechenzentrum, am Frachtterminal. Kritische Infrastruktur ist zum Gefechtsfeld geworden, weil eine Front ohne diese nicht funktioniert.

Zweitens: Der Zwischenzustand ist der Normalzustand. Unser Recht kennt den Verteidigungsfall. Dieser ist klar definiert. Unser Recht definiert den Frieden als Normalzustand ohne bewaffneten Konflikt. Die rechtlichen Vor- und Zwischenstufen jedoch bilden die permanente Bedrohungslage, in der wir uns befinden, nicht ab. Die Wirklichkeit spielt seit Jahren dazwischen.

Drittens: Föderale Zuständigkeit trifft auf Sekundenlagen. Binnen kürzester Zeit müssen Maßnahmen in hochkomplexen Entscheidungsstrukturen beschlossen werden. Immerhin: Seit Dezember 2025 arbeitet ein Gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern, seit Juni 2026 ein Gemeinsames Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen; im Februar 2026 hat der Bundestag das Luftsicherheitsgesetz novelliert und der Bundeswehr Amtshilfe gegen Drohnen bis hin zur Waffengewalt eröffnet. Die Reform des Bundespolizeigesetzes steht noch aus.

Viertens: Die Ökonomie der Flugabwehr ist ruiniert. Eine Drohne für zehntausend Euro mit einem Lenkflugkörper für vierhunderttausend Euro zu bekämpfen, mag militärisch wirksam sein, ist aber ökonomischer Selbstmord. Der Gegner rechnet mit unserer Rechnung.

Fünftens: Die Wirtschaft, Gesundheitseinrichtungen und Infrastruktur werden zur neuen Frontlinie. Ein Flughafenbetreiber, ein Netzbetreiber, ein Krankenhaus, ein Logistiker führt kein Sicherheitsressort und trägt doch Verteidigungslast. Der „Operationsplan Deutschland” beschreibt das bereits; finanziert und eingeübt ist es allerdings allenfalls teilweise.

Wie schützen wir Kritische Infrastruktur, etwa den Hauptbahnhof Berlin?

Bild: Ansgar Koreng, WikiMedia Commons

IV. Kommt die Gefahr allein aus Russland?

Nein. Aber man soll die Proportionen nicht verwischen, um weltläufig zu wirken. Der Schwerpunkt der Sabotage in Europa liegt eindeutig bei russischen Diensten und ihren Mittelsmännern, und hinsichtlich Leipzigs sprechen Zielwahl, Sprengstoffqualität und Spurenlage für diese Richtung, auch wenn die Bundesanwaltschaft sie mit gutem Grund noch nicht ausspricht.

Daneben aber steht ein zweiter, stiller Akteur. Der Verfassungsschutz stuft chinesische Spionage- und Einflussaktivitäten in Deutschland als gravierend ein und widmet ihnen in seinem jüngsten Bericht einen umfangreichen Abschnitt – potentielle Ziele sind Wissenschaft, Hochtechnologie, Lieferketten. Peking sabotiert selten Rollfelder; es kauft, kopiert, kompromittiert Netze und legt sich Zugänge zurecht, die im Krisenfall nützlich wären. Ökonomische Erpressbarkeit ist dabei kein Nebenschauplatz, sondern die eigentliche Waffe: Wer Ausfuhrgenehmigungen für Seltene Erden oder Chipbausteine als Ventil benutzen kann, braucht keine Drohne.

Der Iran hat nach Darstellung der Sicherheitsbehörden seine Ausspähung und Verfolgung iranisch-oppositioneller wie jüdischer Ziele in Deutschland ausgeweitet, bis hin zu dem, was im Behördendeutsch „Neutralisierungsversuche“ heißt – gemeint sind Mordversuche auf deutschem Boden. Nordkorea wiederum finanziert seinen Staatshaushalt zu einem Gutteil über Cyberkriminalität. Belarus instrumentalisiert Migration als Druckmittel. Und unterhalb der Staaten arbeitet ein eigener, dunkler Markt: kriminelle Netze, Reeder von Schattenflotten, Söldner und angeworbene Gelegenheitstäter.

Unsere Verwundbarkeit ist nicht importiert. Sie ist hausgemacht – und genau deshalb auch reparierbar.

Die unbequemste Antwort auf obige Frage lautet anders: Die entscheidende Angriffsfläche sind nicht die Angreifer, sondern wir. Eine polarisierte Öffentlichkeit, eine Verwaltung mit langen Meldewegen und teilweise veralteter Technik, eine Wirtschaft mit Auslandsabhängigkeit bei Halbleitern, Cloudservices oder Antibiotika, eine sicherheitspolitische Debatte, die Ausrüstung mit Sozialpolitik verrechnet – all das lässt sich nicht in Moskau bestellen. Es lässt sich aber trefflich nutzen. Dazu gehört auch eine Ehrlichkeit in der deutschen Debatte, die eigene Abhängigkeit von amerikanischer Aufklärung und amerikanischer Technologie als strukturelles Risiko zu benennen, ohne daraus ein Ressentiment zu machen. Souveränität ist keine Trotzhaltung, sondern ein Prinzip der Beschaffungsliste.

V. Was notwendig und geboten ist

1. Zurechnen und benennen. Der Rechtsstaat braucht Beweise; die Politik aber braucht klare Sprache. Attribution ist ein sicherheitspolitisches Instrument, kein Strafurteil. Ein wochenlanger Verweis auf „fremde Mächte“ überlässt dem Gegner die Deutung – und gibt den Bürgern das Gefühl, im Unklaren belassen zu werden.

2. Detektion vor Effektoren. Leipzig hat gezeigt, dass eine über Mobilfunk gesteuerte Drohne im Frequenzscan nicht von einem Telefon zu unterscheiden ist. Wer nur Funk sucht, findet nichts. Nötig ist die Fusion aus Radar, Akustik, Optik und Mobilfunkanalyse an den zwanzig bis dreißig Knoten, deren Ausfall das Land wirklich trifft – und zwar noch in diesem Haushaltsjahr.

3. Entscheidung in Minuten, Prüfung in Ruhe. Die Novelle des Luftsicherheitsgesetzes war überfällig, reicht aber nicht. Es braucht eine entscheidungsfähige Stelle, die im Ereignisfall handelt, statt Zuständigkeiten zu klären, und eine nachgelagerte rechtliche Kontrolle statt vorgelagerter Ressortabstimmung. Der Nationale Sicherheitsrat sollte diese Kette einmal im Quartal unter Zeitdruck erproben.

4. Die Kostenkurve umkehren. Interceptor-Drohnen, elektronische Wirkmittel, Richtenergie – billig, in Serie, aus europäischer Fertigung. Die Ukraine baut solche Systeme im Wochentakt; die EU-Ukraine-Drohnen-Allianz vom Mai 2026 ist der richtige Rahmen, um Erfahrung gegen Kapital und Skalierung zu tauschen.

5. Kritische Infrastruktur als Verteidigungsaufgabe behandeln. Pflichten für Betreiber ohne Finanzierung erzeugen Akten, nicht Sicherheit. Umsetzung der europäischen Vorgaben, verbindliche Mindeststandards, gemeinsame Übungen mit Flughäfen, Bahn, Netzbetreibern – und ein Meldeweg, der in Minuten und nicht in Ressortschleifen misst.

6. Antworten mit Preis. Ausweisungen, Sanktionen gegen die Schattenflotte, Hafenstaatkontrollen, sichtbare Strafverfolgung, im Einzelfall offensive Optionen im Cyberraum. Abschreckung entsteht nicht durch Empörung, sondern durch Kalkulierbarkeit: Wer dies tut, muss jenes bezahlen.

7. Die Bevölkerung nicht schonen, sondern befähigen. Finnland und die baltischen Staaten führen vor, dass Gesamtverteidigung eine zivile Kompetenz ist. Eine Gesellschaft, die weiß, was der Ernstfall bedeutet und was dann zu tun ist, ist das wirksamste Gegenmittel gegen eine Strategie, deren Zielorgan unsere Nerven sind.

VI. Ein zuversichtlicher Ausblick

Nun zum eigentlich Erfreulichen, und es gibt mehr Grund dafür, als die Nachrichtenlage vermuten lässt. 

Erstens funktioniert Abschreckung im Grauzonenbereich, wenn man sie ernsthaft betreibt. Seit dem Start der NATO-Mission Baltic Sentry im Januar 2025 hat das Bündnis einen deutlichen Rückgang der Angriffe auf Unterseeinfrastruktur in der Ostsee verzeichnet und die Reaktionszeit auf verdächtige Vorfälle von siebzehn Stunden auf eine Stunde gedrückt. Präsenz wirkt.

Zweitens lernt der Apparat schneller als es der öffentliche Ton nahelegt. Zwischen dem Brandsatz im Frachtcontainer von 2024 und der Drohne von 2026 liegen ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum, ein Zentrum gegen hybride Bedrohungen, ein novelliertes Luftsicherheitsgesetz, eine Bundespolizeieinheit im Aufbau – und die Sicherstellung einer forensischen Spur, die von Leipzig nach Litauen reicht.

Drittens ist Europa in der Sache erstmals konkret. Die Drohnenabwehrinitiative und die Eastern Flank Watch sind Anfang 2026 gestartet, erste Fähigkeiten sollen bis Jahresende stehen; im Februar kam ein europäischer Aktionsplan gegen Drohnen, im April über eine Milliarde Euro aus dem Verteidigungsfonds für 57 konkrete Sicherheitsprojekte. Man mag über Tempo und Architektur streiten – ich tue das mit Ausdauer –, aber die Richtung stimmt zum ersten Mal seit Jahren.

Und viertens, vielleicht am wichtigsten: Hybride Kriegführung ist die Waffe des Schwächeren. Wer eine Konservendose mit Semtex an eine Drohne klebt und anschließend beteuert, mit alldem nichts zu tun zu haben, führt kein Zeichen der Stärke vor, sondern eines der Begrenzung. Die Leugnung ist nicht nur Tarnung; sie ist Eingeständnis. Wer offen könnte, müsste sich nicht verstecken.

Bleibt der Busfahrer von Schkeuditz. Wir werden viel Geld für Radare, Effektoren und Rechenzentren ausgeben, und wir sollten es ausgeben. Aber die Lehre dieser Nacht ist billiger und beständiger: Ein Land ist so wehrhaft wie die Aufmerksamkeit seiner Bürger und die Reaktionsfähigkeit seiner Institutionen. Das eine hatten wir. Das andere bauen wir gerade. Der Zünder hat versagt – das war Glück. Alles Übrige muss Arbeit werden. Unser aller Arbeit.



A U F  E I N  W O R T

Warum so zuversichtlich, 
Jeff Koons?

Verzweifelt einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler an unserer turbulenten Zeit? Im Gegenteil! Der US-Amerikaner schwärmt von den Möglichkeiten, wie wir uns entwickeln können.

Jeff Koons schöpft die Ideen für seine Skulpturen aus Konsum, Popkultur und Kitsch.

Bild: KT Guttenberg

NEULAND: Jeff, wir leben in einer Welt, die zerrissen ist. Vielerorts herrscht Aufruhr, nicht wenige Menschen suchen nach Gründen für Hoffnung. Was gibt Ihnen Zuversicht?

Jeff Koons: Wissen Sie, ich bin immer wieder dankbar dafür, in dieser Zeit leben zu dürfen. All die Informationen, zu denen wir Zugang haben! Ich bin wirklich begeistert, dass ich mich, wie ich zumindest glaube, weiterentwickeln, mich selbst bilden und versuchen kann, mir der Möglichkeiten bewusst zu werden, die ich in dieser Welt habe – und auch der Fähigkeit, Lebenserfahrung mit anderen Menschen zu teilen. Ich neige zum Optimismus, ich versuche stets, mich von meiner besten Seite zu zeigen. Aber ich glaube, wir haben die Gelegenheit, echte Erfahrungen zu machen, Abstraktion wirklich zu verstehen, Freundschaft zu verstehen, zu teilen, einander zu dienen. Deshalb bin ich Künstler. Ich möchte versuchen, über mich hinauszuwachsen und ein besserer Mensch zu werden. Am Ende geht es in der Kunst wirklich um Kommunikation, um das Teilen von Erfahrung. Die Fähigkeit, das zu vermitteln, was wir gemeinsam haben – das ist im Grunde die Basis der Kunst.

NEULAND: Waren Sie schon immer Optimist oder gab es einen Moment, in dem sich Ihr Denken in diese Richtung gewandelt hat?

Jeff Koons: Ich glaube, ich habe die verschiedenen Facetten des Optimismus schon in meiner Familie mitbekommen – und durch Freunde ebenso. Das gehört zu meiner Generation. Ich wurde 1955 geboren, und als Künstler liebte ich den Gedanken der Avantgarde. Ich wollte immer Teil einer Gruppe sein, und die Kunst war für mich ein Vehikel, das mir das Gefühl gab, an einer Gemeinschaft teilzuhaben, in der wir gemeinsam Ideen entwickeln konnten. Manche davon wurden geteilt, und wir versuchten, uns eine Welt zu schaffen, an die wir glauben konnten – aber auch eine, mit der wir das Umfeld um uns herum verändern und ihm wirklich dienen konnten.

NEULAND: Sie sind eng mit einer metallverarbeitenden Fabrik aus Hessen verbunden, mit der Sie Skulpturen realisieren – ein Wort zu Deutschland, bitte.

Jeff Koons: Seit fast drei Jahrzehnten arbeite ich mit diesem Unternehmen namens Arnold in Deutschland zusammen. Und ich habe immer die Zuversicht geschätzt, mit der dort auch schwierige Projekte angegangen werden – stets mit dem Anspruch, Technologie einzusetzen, Universitäten und Institute einzubeziehen, um Probleme zu lösen und das Bestmögliche zu schaffen. Und im besten Fall Kunstwerke zu erschaffen, die eine gewisse visuelle Qualität besitzen, bei denen wir die Möglichkeiten der Fertigung wirklich an ihre Grenzen bringen konnten, um etwas so Besonderes wie möglich zu erschaffen – in der Hoffnung, dass sich das dem Betrachter auch visuell vermittelt.

Mit Jeff Koons sprach KT Guttenberg. Sie finden das Interview auch auf YouTube.


O – T Ö N E

GYSI GEGEN GUTTENBERG & 

LAND IN SICHT &

MAKE AMERICA GOOD AGAIN

Mittwochs: 
GYSI GEGEN GUTTENBERG

Was steckt in "links" oder "rechts"?

­„Es wird nie eine Partei geben, die sich ‚Die Rechte‘ nennt, selbst wenn sie noch so rechts ist. Obwohl wir den Staatssozialismus hatten, mit seiner Art der Existenz und des Untergangs, ist das Wort ‚Linke‘ nicht so verbraucht wie das Wort ‚Rechte‘.“

Gregor Gysi, Pooodcaster 

­

„Das liegt aber auch daran – und das dürft ihr auch mal selbstkritisch feststellen –, dass man ‚rechts‘ zum Kampfbegriff gemacht hat. Dahingehend, dass man auch jene darunter packt, die man wirklich noch in der Mitte sehen kann. Aber dadurch, dass sie nicht links sind und links denken, werden sie mit dem Begriff ‚rechts‘ belegt, so dass der gedankliche Sprung zu rechtsextrem oder rechtsradikal als ein kürzerer erscheint als der Sprung von links – was für manche etwas Wärmendes in der Sprache mit sich bringt – zu linksradikal.“

Gregor Gysi, Pooodcaster 

­Reinhören =>­

L I V E  E R L E B E N 

GYSI GEGEN GUTTENBERG ON TOUR

Sehen wir uns?­

  • Neunkirchen, Neue Gebläsehalle, 29.9.26

  • Bochum, RuhrCongress, 30.10.26

  • Kulmbach, Dr.-Stammberger-Halle, 1.12.26

­Tickets =>­


Dienstags: 
LAND IN SICHT

Merz' peinliche Unterwürfigkeit

„Es schlugen zwei Herzen in meiner Brust. Das eine hat gesagt: Alles klar, Trump benimmt sich offenbar hinter verschlossenen Türen wie ein zivilisierter Mensch. Dafür tritt er vorne auf wie der Bully, der er nun mal häufig ist. Aber alle sagen: ‚Jetzt macht er ja doch mit und ihr kennt den gar nicht richtig.‘ Das erinnert mich an Beziehungen, in denen die Frau sagt: ‚Wenigstens betrügt er mich nicht.‘ Der Maßstab ist so niedrig.“

Ricardia Bramley, Team LAND IN SICHT 

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„Super Vergleich, weil du zu Recht darauf hinweist, wie sehr sich die Maßstäbe verschoben haben. Wie wir schon voraussetzen, dass alles anders zu sein hat, wenn wir mit Trump zu tun haben, und wie sehr sich zivilisierte Politik zu etwas so Unterwürfigem verschoben hat. Wie alle froh sind – Merz inklusive, das ist für einen deutschen Bundeskanzler durchaus peinlich –, wenn sie mal gelobt werden oder nicht namentlich kritisiert werden.“­

KT Guttenberg, Team LAND IN SICHT 

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­Reinhören =>­­­­


Wie gespalten ist das Volk der USA?

„Die Kritiker Amerikas versus die ‚Pro-American-everything‘-Fraktion spalteten sich früher nicht so in die Lager der politischen Parteien auf. Jetzt spaltet sich die Bevölkerung wirklich in MAGA und Democrats, während es damals okay war, die Regierung zu kritisieren, egal, welcher Partei du dich zugehörig fühltest. Du konntest auch innerhalb deiner Partei sagen: Ich bin gerade nicht zufrieden mit Watergate und damit, dass wir in die Parteizentrale der anderen einbrechen.“

Ricardia Bramley, 
Host MAKE AMERICA GOOD AGAIN 

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„Du wurdest damals eben auch nicht sofort von der Parteispitze verfolgt oder des Amtes beraubt – mit teilweise wüsten, mafiaähnlichen Methoden wie heute. Auf der anderen Seite gab es natürlich auch schon damals die harte Spaltung zwischen Democrats und Republicans. Da hat man sich nichts geschenkt. Diese Zweiteilung ist schon immer eine recht harte Bruchlinie gewesen. Nur ist sie mittlerweile ein Krater geworden, der kaum noch überwindbar zu sein scheint.“

KT Guttenberg, 
Host MAKE AMERICA GOOD AGAIN 

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HEY, KT!

"Warum weinen Männer jetzt öffentlich?"

Fragt BALL IN SICHT-Hörerin Carmen Nusselt aus Nürnberg

Argentiniens Fußball-Star Lionel Messi in Tränen, nach dem 3:2 über Ägypten, einem Achtelfinal-Sieg bei der WM.

Bild: Magenta.TV

"Jetzt? Ernsthaft? Verehrte Fragestellerin, Männer weinen öffentlich, seit es Öffentlichkeit gibt. Neu ist nicht die Träne. Eher, dass wir sie wieder sehen dürfen, ohne dass jemand hastig das Licht ausschaltet.

Ein Blick in die Bibliothek: Odysseus, der listenreichste Mann der Weltliteratur, sitzt bei Homer sieben Jahre am Strand der Kalypso und weint. Täglich, in Serie, mit Blick aufs Meer. Achill heult um Patroklos, dass die Götter zusammenzucken. Im Rolandslied rauft sich Karl der Große den Bart, während seine Ritter reihenweise ohnmächtig vom Pferd kippen. Eine Szene, gegen die jede moderne Trainerbank wie ein Meditations-Seminar wirkt. Und einer der kürzesten Verse der Bibel, Johannes 11,35, lautet in erhabener Knappheit: „Jesus weinte.” Kein Kommentar der Jünger. Es war ganz offenkundig in Ordnung. In der Luther-Übersetzung heißt es wiederum etwas lyrischer: „Und Jesus gingen die Augen über.“

Die Träne war jahrtausendelang keine Schwäche. Vielmehr diente sie als Charakterbeweis: Wer weinen konnte, hatte eine Seele, und wer eine Seele hatte, dem konnte man trauen. Goethes Werther ließ noch einen ganzen Kontinent junger Männer in Tränen ausbrechen. Erst das neunzehnte Jahrhundert erfand den trockenen Mann. Fabrik, Kaserne, Kontor: Die Träne wurde wegrationalisiert, wie alles ohne messbare Rendite. „Ein Junge weint nicht” ist also keine ewige Wahrheit, sondern eine industrielle Norm, ungefähr so alt wie die Dampflok und deutlich weniger charmant gealtert.

Dass sie nie funktionierte, zeigt die Praxis. Churchill weinte öffentlich mit einer Regelmäßigkeit, die seine Zeitgenossen längst eingepreist hatten. Paul Gascoigne schluchzte 1990 im WM-Halbfinale so herzzerreißend, dass England ihm nicht die Männlichkeit absprach, sondern den Fußball als Nationalgefühl zurückeroberte. Barack Obama wischte sich 2016 vor laufenden Kameras die Tränen aus dem Gesicht, als er über die erschossenen Kinder von Sandy Hook sprach. Und im September 2025 stockte Friedrich Merz in der wiedereröffneten Münchner Synagoge an der Reichenbachstraße mitten in der Rede, kämpfte mit den Tränen, verlor – und gewann doch. Denn was hätte an diesem Ort eine ungerührte Stimme bewiesen? Es gibt Momente, in denen die Fassung zu wahren bedeutet, die Lage zu verfehlen.

Nun die Wissenschaft. Bis etwa zum dreizehnten Lebensjahr weinen Jungen und Mädchen gleich oft. Danach klafft die Schere weit auf: Männer weinen sechs- bis siebzehnmal im Jahr, Frauen dreißig- bis vierundsechzigmal. Die Differenz wird nicht geboren, sie wird anerzogen – mit dem Stimmbruch kommt das Tränenverbot. Und wann weinen Männer dann doch? Überdurchschnittlich oft aus Mitgefühl und vor Freude – also wenn sie über sich hinausgehen, nicht wenn sie in sich zusammenfallen. Keine schlechte Bilanz. 

Lionel Messis verheultes Antlitz nach dem Sieg gegen Ägypten bei der diesjährigen WM stützt die These. Ronaldos wässrige Augen nach dem Ausscheiden Portugals widersprechen ihr wohl.

Warum also „jetzt”? Vielleicht, weil eine Generation nachwächst, die den Unterschied zwischen Fassung und Haltung kennt. Fassung ist, was man wahrt. Haltung ist, was man hat. Das eine kann man verlieren, ohne das andere einzubüßen. Und vielleicht, weil wir endlich verstehen, dass das männliche Schweigen über das Innenleben kein Heldentum war, sondern ein Gesundheitsrisiko mit Krawatte.

Bleibt die Grenze: Die Träne taugt nicht als Instrument. Wer strategisch weint, hat das Weinen verraten – echte Tränen haben ein Timing, das keine Medienberatung der Welt hinbekommt. Aber die ehrliche Träne des ehrlichen Mannes? Die war nie das Problem. Das Problem waren hundertfünfzig Jahre, in denen wir so taten, als gäbe es sie nicht. Odysseus wusste es besser. Und der saß immerhin an einem Strand, an dem ihn niemand filmte."

­Meine Frage an KT­

Die größte aller Familienserien 

­

Haben wir nicht alle mal Phasen, in denen man Trost und Zuversicht gebrauchen kann? Dann hier der Sommertipp: Gut gemachte Familienserien (BRD der 80er: Diese Drombuschs, US-Westküste 2010er: Parenthood) geben uns bekanntlich berührende und ermutigende Einblicke in den Alltag der anderen, sie nehmen uns huckepack mit auf diese Achterbahnfahrt namens Leben. THIS IS US leistet all das – und noch viel mehr. Diese sagenhaft komplexe und zugleich zugängliche Serie, die das ZDF jetzt in Gänze bietet, erzählt die Geschichte der Pearsons, die tragisch sein könnte, wenn sie nicht so beglückend wäre. Wie mühelos die Macher mittels Setdesign, Moden, Musik, Themen, Schauspielern permanent zwischen den Jahrzehnten springen, wie nahtlos funktioniert, dass jede Figur glaubwürdig in den verschiedensten Phasen ihres Lebens gezeichnet wird – das gibt uns Zuschauern das Gefühl, das ganze Panorama dieser Familie zu verstehen, alle Handlungsmotive, alle Traumata, alle Momente der Erfüllung. Und am Ende begreifen wir: Was wir da über sechs Staffeln gebannt verfolgt haben, das waren in der Tat wir selbst. (rüb)

THIS IS US. TV-Serie. 6 Staffeln. ZDF-Mediathek 

­Zur Serie =>­


Liebe Leserin, lieber Leser, 

wie hat Ihnen diese Ausgabe von NEULAND Update gefallen? Schreiben Sie uns gern: feedback@guttenberg.media 

Bis nächste Woche, wir freuen uns auf Sie!

Herzlichst, Ihr KT Guttenberg­


T E A M  G U T T E N B E R G

KT Guttenberg war irgendwann mal Politiker und kennt die glatten Bühnen vor und hinter dem Vorhang aus dem Effeff. Was da passiert, erzählt er in NEULAND Update. Heute schreibt er Bücher, macht Filme und podcastet mit linken Legenden. Ach ja, und Unternehmer ist er auch.

Klaus Brinkbäumer ist Bestseller-Autor ("Zeit der Abschiede"), Moderator ("Riverboat", MDR) und Podcast-Co-Host ("Ok, America?"). Früher war er mal Chefredakteur des SPIEGEL. Jetzt beginnt die Woche für ihn mit unserem Podcast LAND IN SICHT.

Rüdiger Barth, Journalist, Historiker und Buchautor ("Deutschland 1946"), ist Geschäftsführer der Open Minds Media, die das NEULAND Update, Podcasts und Dokus produziert. Zum Optimismus neigt er allein schon, weil ihm zum Pessimismus das Talent fehlt.

Ricardia Bramley ist US-Amerikanerin, hat Wurzeln in vielen Ländern und lebte lange in New York – aufgewachsen aber ist sie in Deutschland. Seit Jahren produziert und hostet sie leidenschaftlich gern Podcasts. Eigentlich schon, solange es Podcasts gibt.

Peter Greve ist Consultant, Creative, Stratege. Für seinen Podcast "Die Lektion meines Lebens" trifft er ziemlich bekannte Menschen – und bringt sie auf seine leise, genau hinhörende Art dazu, ziemlich unbekannte Geschichten zu erzählen.

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Der deutsche Herbst